Förderverein des Instituts für Arbeitswissenschaft der RWTH Aachen e.V.

Technik wird erst gut,
wenn sie zu Menschen passt.

Die besten Maschinen, Modelle und Algorithmen nützen wenig, wenn niemand sinnvoll mit ihnen arbeiten kann. Arbeitswissenschaft sorgt dafür, dass Technologie den Menschen dient – sicher, gesund und produktiv. Wir fördern die Forschung, die das möglich macht.

Warum das jetzt zählt

Technik scheitert selten an der Technik.

Sie scheitert daran, dass der Mensch zu spät mitgedacht wird. Drei Befunde, die zeigen, was auf dem Spiel steht.

KI-Versagen: 95 % aller KI-Projekte in Unternehmen bleiben ohne messbaren Erfolg

Nicht die Technik war der Grund, sondern die fehlende Integration in bestehende Arbeitsabläufe und die unzureichend gestaltete Zusammenarbeit von Mensch und KI.

Westover (2025); Miquel & Daniel (2025)

Menschenleere Fabrik: eine Vision, die scheiterte

Die „menschenleere Fabrik“ des Computer Integrated Manufacturing zerbrach an der Komplexität realer Prozesse. Ohne menschliche Flexibilität und Problemlösekompetenz war sie nicht beherrschbar.

Mital (1997)

Fachkräftemangel: verschärft durch den demografischen Wandel

Eine arbeitswissenschaftlich fundierte Arbeitsgestaltung ist damit ein zentraler Wettbewerbsvorteil – bei der Gewinnung von Fachkräften ebenso wie beim Erhalt ihrer Beschäftigungsfähigkeit.

GfA-Positionspapier zur Hightech-Agenda (2026)

Die Disziplin

Was ist Arbeitswissenschaft?

Arbeitswissenschaft ist die wissenschaftliche Disziplin, die sich mit dem Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Menschen und anderen Elementen eines Systems befasst – und der Beruf, der Theorien, Prinzipien, Daten und Methoden auf die Gestaltung anwendet, um das menschliche Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems zu optimieren.

International Ergonomics & Human Factors Association (IEA)

Im deutschsprachigen Raum heißt sie Arbeitswissenschaft, international Ergonomics oder Human Factors – gemeint ist dasselbe Fach. Es verbindet Ingenieurwissenschaft, Psychologie, Medizin, Didaktik sowie wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Perspektiven, um Arbeitsmittel und Arbeitsprozesse zu analysieren, zu ordnen und zu gestalten.

Der Blick reicht dabei von der Mikroergonomie – Abläufe, Kontext, Werkzeuge und Ausrüstung am einzelnen Arbeitsplatz – bis zur Makroergonomie: Arbeitsorganisation, Tätigkeitszuschnitt, eingesetzte Technologie, Rollen, Kommunikation und Feedback im gesamten Unternehmen.

Physische Ergonomie

Körperhaltungen, Lastenhandhabung, repetitive Bewegungen, arbeitsbedingte Muskel-Skelett-Erkrankungen, Arbeitsplatzlayout, Sicherheit und Gesundheit.

Kognitive Ergonomie

Mentale Beanspruchung, Entscheidungsfindung, Mensch-Computer-Interaktion, menschliche Zuverlässigkeit, Stress bei der Arbeit und Qualifizierung.

Organisationale Ergonomie

Kommunikation, Arbeitsgestaltung, Gestaltung von Arbeitszeiten, Teamarbeit, partizipative Gestaltung, neue Arbeitsformen und Qualitätsmanagement.

Quellen und weiterführende Informationen: IEA, Gesellschaft für Arbeitswissenschaft, CIEHF

Der entscheidende Unterschied

Der Mensch gehört an den Anfang, nicht ans Ende.

Mit Hightech-Technologien verbindet man KI und Robotik, Quantentechnologien, klimaneutrale Energiesysteme und Verteidigungsforschung. In der Kette von der Idee bis zur Wirkung wird der Faktor Mensch heute jedoch meist erst ganz am Schluss betrachtet – bei den Technologiefolgen.

Heute Technozentrisch: der Mensch als nachgelagerte Größe

Prozesskette Idee, Entwicklung, Umsetzung, Folgen – der Mensch wird erst bei den Folgen betrachtet. Idee Entwicklung Umsetzung Folgen

Die Folge: Benutzungsfehler mit teils fatalen Auswirkungen in sicherheitskritischen Bereichen, fehlende Akzeptanz, lange Einarbeitungszeiten und niedrige Produktivität.

Notwendig Menschzentriert: von der ersten Idee an mitgestaltet

Dieselbe Prozesskette – der Mensch wird in jeder Phase berücksichtigt, getragen von arbeitswissenschaftlicher Methodik. Idee Entwicklung Umsetzung Folgen Arbeitswissenschaft: Mensch – Technik – Organisation als System gestalten

Arbeitswissenschaftliche Forschung darf nicht erst ex post bei der Folgenanalyse ansetzen. Sie muss ex ante im Entwicklungsprozess verankert sein.

Brückenbauerin in die Praxis

Unabhängig von der Schlüsseltechnologie entscheidet die Arbeitswissenschaft darüber, ob Innovationen in der Breite der Wirtschaft ankommen. Die Regionalen Kompetenzzentren der Arbeitsforschung zeigen, wie Forschungsergebnisse in unternehmerische Praxis übersetzt werden.

Mehr als Sicherheit und Gesundheit

Sie betrachtet ebenso die kognitiven und psychosozialen Seiten des Arbeitens – und damit genau die Fragen, die über Akzeptanz, Zuverlässigkeit und Produktivität neuer Technologien entscheiden.

Ein Feld, das mitwachsen muss

Weil sich Schlüsseltechnologien samt ihrer Risiken und Chancen ständig weiterentwickeln, müssen auch die arbeitswissenschaftlichen Fragen dazu kontinuierlich erforscht werden. Genau dafür braucht es Nachwuchs, Austausch und Freiräume – und dafür setzen wir uns ein.

Wen wir fördern

Das Institut für Arbeitswissenschaft der RWTH Aachen

Das IAW erforscht, gestaltet und optimiert Arbeitssysteme und Arbeitsprozesse – in Entwicklung und Konstruktion, in der Produktion und im Dienstleistungsbereich. Im Mittelpunkt steht die menschengerechte Gestaltung von Arbeit auf Basis innovativer, ergonomisch durchdachter Mensch-Technik-Interaktion.

Geleitet wird das Institut von Univ.-Prof. Dr.-Ing. Verena Nitsch. Geforscht wird eng mit Unternehmen aus der Industrie und mit anderen Forschungseinrichtungen – an Fragen, die aus der Praxis kommen und in die Praxis zurückwirken.

Zur Institutswebsite

Die vier Forschungsfelder

Einblicke

Forschung, die man sehen kann

Filme aus laufenden und abgeschlossenen Projekten des Instituts – von KI-Assistenzsystemen in der Produktion bis zur kamerabasierten Ergonomiebewertung am Arbeitsplatz.

Aus Datenschutzgründen wird erst beim Klick eine Verbindung zu YouTube aufgebaut. Vorher werden keine Daten an Google übertragen.

Der Verein

Wer wir sind – und wofür Ihr Geld eingesetzt wird

Der Förderverein des Instituts für Arbeitswissenschaft der RWTH Aachen e.V. unterstützt das Institut in Forschung und Lehre und fördert den Kontakt in Industrie und Wissenschaft. Er verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.

  • Wissenschaftlicher Erfahrungs- und Meinungsaustausch – zwischen aktuellen und ehemaligen Mitarbeitenden sowie mit anderen Einrichtungen im In- und Ausland
  • Persönliche Kontakte schaffen und erhalten: kulturelle Veranstaltungen, Institutsversammlungen und Ehemaligen-Treffen
  • Veranstaltungen und Veröffentlichungen durchführen, fördern und die nötigen Mittel dafür einwerben
  • Forschung und Lehre unterstützen: Gastvorträge, Exkursionen, Druckzuschüsse, Informations- und Kommunikationsmanagement
  • Wissenstransfer zwischen Theorie und Praxis stärken
  • Begabte Studierende und Mitarbeitende durch Preise und Stipendien fördern

Gemeinnützig und selbstlos

Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Vereinsmitteln, und niemand wird durch zweckfremde Ausgaben oder unverhältnismäßige Vergütungen begünstigt (§ 2 der Satzung).

Gebunden an den Zweck – auch am Ende

Löst sich der Verein auf, fällt das Vereinsvermögen an das Institut für Arbeitswissenschaft der RWTH Aachen University und ist ausschließlich für die in der Satzung festgelegten Zwecke zu verwenden (§ 9 der Satzung).

Geprüft und transparent

Zwei von der Mitgliederversammlung gewählte Kassenprüfer:innen, die nicht dem Vorstand angehören, prüfen jedes Geschäftsjahr die Buch- und Kassenführung und berichten der Mitgliederversammlung (§ 8 der Satzung).

Satzung als PDF lesen

Ihre Wirkung

Was Ihre Spende möglich macht

Beispiele dafür, wofür wir Spenden im Sinne der Satzung einsetzen. Jeder Betrag hilft – auch kleinere.

50 €

ermöglichen einen Beitrag zu den jährlichen Vernetzungstreffen, bei denen aktuelle und ehemalige Mitarbeitende zusammenkommen.

150 €

unterstützen eine Exkursion, bei der Studierende Arbeitssysteme in der industriellen Praxis erleben.

250 €

holen einen Gastvortrag aus Wissenschaft oder Industrie an das Institut – und damit neue Perspektiven in die Lehre.

500 €

stiften einen Preis für eine herausragende Abschlussarbeit und machen exzellente Nachwuchsarbeit sichtbar.

Jede Spende leistet einen wichtigen Beitrag dazu, den arbeitswissenschaftlichen Nachwuchs auszubilden.

Spenden

Fördern Sie eine Arbeitswelt, die zu Menschen passt

Per Überweisung oder mit dem QR-Code direkt aus Ihrer Banking-App. Ohne Zahlungsdienstleister – so kommt Ihre Spende vollständig an.

Dauerhaft dabei

Mitglied werden

Eine Mitgliedschaft trägt weiter als eine einmalige Spende: Sie gibt uns Planungssicherheit – und Ihnen eine Stimme in der Mitgliederversammlung.

Fördernde Mitgliedschaft

Für alle, die das Institut unterstützen möchten

Offen für jede natürliche und juristische Person, die die Vereinszwecke als berechtigt anerkennt und fördern will – Alumni, Unternehmen, Freundinnen und Freunde des Fachs. Fördernde Mitglieder zahlen einen Jahresbeitrag und haben Stimmrecht in der Mitgliederversammlung (§ 3 Abs. 2 der Satzung).

Ordentliche Mitgliedschaft

Für Mitarbeitende des IAW

Offen für Mitarbeitende des Instituts für Arbeitswissenschaft. Auch hier gilt ein jährlicher Beitrag und Stimmrecht in der Mitgliederversammlung. Nach dem Ende der aktiven Zeit am Institut geht die Mitgliedschaft zum Ende des Geschäftsjahres automatisch in eine fördernde Mitgliedschaft über (§ 3 Abs. 1 der Satzung).

Der Antrag genügt in Textform. Schreiben Sie uns eine E-Mail – wir melden uns mit allen weiteren Angaben, insbesondere zur aktuellen Höhe des Jahresbeitrags, den die Mitgliederversammlung festlegt.

Aufnahmeantrag per E-Mail stellen